Attraktive Baustelle lockt viele Besucher

Am 8. Februar 2013 fand auf der Baustelle Thales Ditzingen eine Informationsveranstaltung im Rahmen der Reihe Politik.Live statt – eingeladen hatte die Gemeinde Ditzingen in Kooperation mit der Volkshochschule. Die Bauherren- und Projektentwickerseite war mit Ralf Hoffmann von der FOM Real Estate GmbH vertreten und für das ausführende Bauunternehmen, die Züblin AG aus Stuttgart, war Cristian Manocchio der Fachmann vor Ort.

Mit mehr als 100 Besuchern hatten sich deutlich mehr Teilnehmer als erwartet auf der Baustelle eingefunden und sie wurden vom Oberbürgermeister der Stadt Ditzingen, Michael Makurath begrüßt. Er referierte die rasche Umsetzung aller rechtlichen Aspekte, die nach der Entscheidung des Unternehmen Thales für den Standort Ditzingen durchgeführt werden mussten und sprach aber auch die vorherige Abwägung zwischen der Nutzung des exzellente Ackerbodens im Vergleich zu einer wirtschaftlichen Entwicklung an, die durch die Ansiedlung eines High-Tech-Unternehmens befördert wird. Die Entscheidung fiel bekanntlich für das Hochtechnologie-Unternehmen Thales und nach dem Beschluss des Gemeinderates wurde das Projekt mit Hochdruck innerhalb kürzester Zeit seitens der Stadt vorangetrieben und die Baugenehmigung in rekordverdächtiger Zeit erteilt.

Ralf Hoffmann, Vertreter der FOM Real Estate, bestätigte diese schnelle und unkomplizierte Abwicklung bis zur Baugenehmigung und die kooperative Zusammenarbeit zwischen FOM und der Stadt Ditzingen.

Er verdeutlichte die Dimension des Thales-Objektes mit einem Vergleich: In die Höhe gebaut ergäbe das Bauvolumen ein veritables Hochhaus von über 200m Höhe – Baustellen dieser Größenordnung gibt es derzeit nur wenige in Deutschland. Die weiteren Eckdaten veranschaulichen ebenso die Dimension des Bauwerks: auf einem Grundstück von knapp 50.000 qm entsteht ein Gebäude mit 64.800 qm Bruttogeschossfläche, ein Parkhaus für über 1.300 Fahrzeuge und nicht zuletzt der Arbeitsraum für rund 1.800 Mitarbeiter. Herr Hoffmann erklärte den schematischen Aufbau des Gebäudes an einem Beispiel – die Struktur der Gebäudekomplexe sei ähnlich wie bei den Olympischen Ringen angelegt – nur „eckig“. Die vier Gebäudeeinheiten könnten funktional unterschiedlich belegt werden, Kommunikation und Verbindung ergebe sich durch die Verknüpfung an den sich überlappenden Ecken der Baukörper.

Die Großbaustelle eines großen Gewerbeimmobilienbaus im laufenden Betrieb zu sehen: eine seltene Gelegenheit, die theroetischen Zahlen im Anschluss in die Praxis umgesetzt zu sehen, als die Besucher in zwei Gruppen direkt auf die Baustelle geführt wurden.

Züblin-Mitarbeiter Cristian Manochio führte fachkundig durch Teile des bereits erstellten Rohbaus in den ersten Stock, von dem aus das Baugeschehen am Nachbargebäude „live und in Farbe“ zu sehen war. Technische Fragen beantwortete Herr Manocchio gern und kompetent – „unsichtbare“ Details zum Bau, wie die 700 Bodenpfähle, die für ein sicheres Fundament des Baus nötig sind oder Details zum Bauablauf, der sich auch durch die winterlichen Verhältnisse nicht verzögere – alles liegt im Zeitplan, die Fertigstellung ist für Mitte 2014 geplant.

Im Anschluss an die Baustellenführung wurde in kleineren Gruppen – mit einem Glühwein in der Hand – weiter angeregt diskutiert. Dabei ging es nicht nur um Fragen des Neubaus, sondern auch um dessen Erreichbarkeit. Kein Wunder, waren doch auch einige Thales-Mitarbeiter vor Ort, die sich dafür interessierten, wie gut sie ihre zukünftigen Arbeitsstelle mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichen können. Gute Nachricht für sie: eine eigene Bushaltestelle vor dem Neubau und Umgestaltungen des örtlichen Bahnhofs stehen auf der Agenda.